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Fünf Fragen, die jeder vor einer algorithmischen Handelsstrategie stellen sollte

Ob ein algorithmisches Handelssystem seriös ist, lässt sich von außen selten an der Rendite erkennen. An den Antworten auf fünf Fragen dagegen fast immer.

Frage 1: Womit verdient der Anbieter sein Geld?

Die wichtigste Frage zuerst. Verdient der Anbieter am Handelsvolumen, an Einstiegsgebühren oder am Verkauf des Systems selbst, dann verdient er unabhängig davon, ob Sie Gewinn machen. Verdient er dagegen ausschließlich performance-abhängig an neuen Höchstständen Ihres Kontos, sitzt er auf Ihrer Seite des Tisches. Ein seriöser Anbieter beantwortet diese Frage im ersten Gespräch, ohne auszuweichen.

Frage 2: Wo sehe ich echte Live-Daten?

Screenshots und Rückrechnungen sind keine Belege, sie sind Werbematerial. Aussagekräftig ist nur ein Track-Record, der von einem externen Dienst automatisch aus dem Handelskonto erfasst wird und den Sie selbst einsehen können, inklusive der schlechten Monate. Fehlen die Verlustphasen in der Historie, fehlt der wichtigste Teil der Wahrheit.

Frage 3: Wie werden Verluste begrenzt?

Fragen Sie konkret: Was passiert mit einer Position, die gegen das System läuft? Eine gute Antwort nennt eine feste Verlustgrenze je Position. Eine schlechte Antwort klingt beruhigend und bleibt vage, etwa „das System gleicht das wieder aus“. Systeme, die Verluste aussitzen oder nach Verlusten die Einsätze erhöhen, tragen ihr Scheitern strukturell in sich.

Frage 4: Wer verwahrt mein Kapital?

Ihr Geld sollte auf einem Handelskonto liegen, das auf Ihren Namen läuft, bei einem regulierten Broker, mit Ein- und Auszahlungen, die nur Sie selbst auslösen können. Sobald ein Anbieter verlangt, dass Sie Geld direkt an ihn überweisen, ist das Gespräch beendet. Nicht vielleicht beendet. Beendet.

Frage 5: Was passiert im schlimmsten Fall?

Ein seriöser Anbieter kann diese Frage präzise beantworten: mit einer realistischen Drawdown-Erwartung, einer klaren Aussage zum möglichen Totalverlust und im besten Fall mit einer Kennzahl wie dem Risk of Ruin samt der Verlustschwelle, auf die sie sich bezieht. Wer stattdessen erklärt, Verluste seien praktisch ausgeschlossen, hat die Frage beantwortet. Nur anders, als er glaubt.

WARNSIGNALE UND GUTE ZEICHENJe Frage ein Blick auf beide SeitenWARNSIGNALEGUTE ZEICHENׄGewinne sind sicher“Risiken werden offen benannt×Screenshots statt Live-Datenextern erfasster Track-Record×kein Stop-Loss erkennbarfeste Verlustgrenze je Position×Einzahlung an den AnbieterKonto läuft auf Ihren Namen×Drawdowns fehlen in der HistorieVerlustphasen offen einsehbarWARNSIGNALE UND GUTE ZEICHENJe Frage ein Blick auf beide SeitenׄGewinne sind sicher“Risiken werden offen benannt×Screenshots statt Live-Datenextern erfasster Track-Record×kein Stop-Loss erkennbarfeste Verlustgrenze je Position×Einzahlung an den AnbieterKonto läuft auf Ihren Namen×Drawdowns fehlen in der HistorieVerlustphasen offen einsehbar
Fünf Fragen, zwei Arten von Antworten. Kein einzelnes Warnsignal beweist etwas, aber mehrere zusammen ergeben ein Muster, das man nicht wegdiskutieren sollte.

Das Muster hinter den fünf Fragen

Alle fünf Fragen prüfen dasselbe: ob die Interessen des Anbieters mit Ihren übereinstimmen und ob Risiken benannt statt versteckt werden. Ein Anbieter, der alle fünf offen beantwortet, kann immer noch schlechte Monate haben, das kann jedes System. Aber er hat kein strukturelles Interesse daran, dass Sie sie nicht bemerken. Die ausführliche Fassung dieser Prüfkriterien finden Sie im Aufklärungsdokument.

Dieser Artikel dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken. Er stellt keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Vergangene Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Der Handel mit Finanzinstrumenten birgt erhebliche Risiken bis hin zum Totalverlust.

Weiterführende Literatur: Perry J. Kaufman, „Trading Systems and Methods“ (Wiley) · Ralph Vince, „The Mathematics of Money Management“ (Wiley).